Schweden Tour 2006

Kanutour Schweden 26.6. – 10.7.2006

Teilnehmer: Marc und Miriam Uedelhofen, Sabrina Schäfer, Martina Altgen, Mirco Schütze, Verena Heinen, Dietmar und Lars Bäthke, Gerd Waberzeck, Therese Schmitz, Josef Wagner, Lukas, André, Sara, Monika und Franz-Josef Sommer, Moritz, Ellen, Britta, Claudia und Dieter Goebel

 

Montag, 26.6.2006

Nachdem gegen halb vier (morgens !!!) alle hochmotiviert aus ihren Betten gesprungen waren und ein letztes Mal ein modernisiertes Badezimmer genossen hatten, ging es um halb fünf Richtung Flughafen Köln/Bonn. Um 7.05 Uhr verließ der Flieger den hochmodernen Flughafen und landete 1 ½ Stunden später an einem als Holzschuppen verkleideten Flughafen in Göteborg. Dort erwartete uns ein Shuttle-Bus, der uns mit etwas Verspätung zu unserem Anschlussbus in Göteborg City bringen sollte. Von diesem Anschlussbus sahen wir leider nur die Rücklichter und konnten uns auf einen 6-stündigen Aufenthalt in Göteborg freuen. Hier ist zu erwähnen, dass Göteborg sich nur aus Filialien bekannter Fast-Food-Ketten (Mäckes, Burger King und Pizza Hut) zusammensetzt, an denen die Jungs nicht ohne sich was zu kaufen vorbei kamen. Währenddessen schlugen die Mädels die Zeit tot, in dem sie Passanten beobachteten, die entweder schwanger waren, ein Baby vor sich herschoben, oder die mangels beider Dinge die Aufmerksamkeit durch besondere Mode auf sich ziehen mussten (Jeans in Tennissocken oder Rock mit Leggins). Ein weiterer Stimmungsaufheller waren die wunderschönen Gesänge der Kinderchöre aus ganz Skandinavien. Um 15.40 Uhr verließen wir endlich die Weltmetropole Göteborg und fuhren mit dem diesmal noch erreichten Anschlussbus Richtung Karlstad. Zwischenzeitlich wollte sich Dietmar schon verabschieden, doch durch unsere Rufe ließ ihn der Busfahrer doch wieder einsteigen. Überraschenderweise wurden wir in Karlstad sogar pünktlich abgeholt um dann weitere 2 Stunden mit dem WoMo nach Knoände zu fahren. Dort angekommen wurden wir direkt von 1000000 von Knots begrüßt, die uns sehnsüchtig erwartet hatten. Durch superleckeren Kartoffelsalat, bei dem weder die Kartoffeln gar gekocht noch Gewürze verwendet worden waren, „gestärkt“, bauten wir die Zelte auf und ließen den Tag darin ausklingen. Nach diesem wundervollen Tag begann es schließlich um 23.45 Uhr auch noch zu Regnen, wodurch unsere Stimmung zur wahren Tageshöchstform auflief.

 

Dienstag, 27.6.2006

Der Morgen begann mit – Regen. Also wurde erstmal im Zelt gefrühstückt und der Hohe Rat beschloss, erst am nächsten Tag loszupaddeln, was sich als kluge Entscheidung erweisen sollte. Die meisten verbrachten den Tag am Lagerfeuer, während 5 bzw. 6 priviligierte weibliche Personen den Vorzug von Gerds WoMo genossen. Dort entstanden mit viel Liebe, 2 kg Mehl und 21 Eiern leckere Pfannkuchen für alle. Dabei einpuppte Martina sich als ehemaliger Knott und Sara wurde vom Teddybär Günther angeflirtet. Der Tag endete natürlich mit Regen am Lagerfeuer, wobei wir von Lars´, Mircos und Marcs phantasievollen Schnitzereien unterhalten wurden. Da Petermännchen leider verschollen war, fanden wir Ersatz in Forest/Waldi, dem Sitzkissen unserer lustigen Mitcamperin Mille. Nach 24 Stunden hörte es endlich auf, zu regnen und wir konnten auf den möglichen Aufbruch am nächsten Tag hoffen.

Mittwoch, 28.6.2006

Am nächsten Morgen wurden wir dann überraschenderweise von ein wenig Sonnenschein geweckt, der jedoch dann leider wieder hinter den Regenwolken verschwand. Anschließend wurde verkündet, dass um 12 Uhr Abfahrt sein sollte. Um 12.30 Uhr paddelten wir dann endlich los, um nach einer Stunde unsere erste Pause zu machen. Etliche zerschlagene Wellen später erreichten wir schließlich Singapur. Dort angekommen wurden die Zelte aufgebaut und dann erst einmal Essen zubereitet. Währenddessen erreichten uns auch wieder unsere heißgeliebten Knotts, die natürlich freudig begrüßt wurden. Wir ließen den Abend mit gegrilltem Fisch und Brötchen ausklingen.

 

Donnerstag, 29.6.2006

Der Tag begann – Sonnenschein, gute Laune, die Strecke von Singapur bis zur Fischfarm fiel allen sehr leicht. Doch dann, dann kam die Wende, der Spaß war zu Ende. Mit der nächsten Umtragestelle kam die perfekte Welle und wir kamen in einen Kanal mit Gegenströmung. Und es hieß durch den Kanal, hinter die Welt [...], gegen den Strom, am Abgrund entlang. Und wir kämpften uns durch die Nacht und Dieter, Marc und Schütze sind mit Tränen wieder aufgewacht (Grund: dicker Daumen und Sonnenbrand). Kein Wobbler mehr ist auch keine Lösung, das hat sich Dietmar immer wieder gedacht, drum sprang er todesmutig ins Wasser und rettete den Wobbler mit ganzer Kraft. Doch bald wussten wir, es gibt ein Leben, ein Leben nach dem Strom. Dies brachte uns ein neuer See, in dem Sommers zwei Hechte angelten.

Wir schlugen unser Lager an einer Umtragestelle auf, wo wir zwar Arsch an Arsch lagen, dafür aber fließend Wasser am Klo genossen.

 

BlubbDiBlubb BlubbBlubbBlubb, ein kleiner Lars wollte angeln gehen, doch plötzlich konnte er nicht mehr stehen, er fiel ins Wasser mit all seinen Sachen, und alle fingen an laut zu lachen ... BlubbDiBlubb ...

[Anm.: Lars = erster Arsch des Tages]

 

Freitag, 30.6.2006

Direkt umtragen in einen schönen See mit klarem Wasser, wo wir Pause machten und schwimmen konnten. Dann nochmal umtragen über nen Schotteweg mit vielen Schlaglöchern und vielen ausgeleerten Kanus. Anschließend ein neuer See, eine weitere Umtragestelle und ein Kanal ohne Strömung. Deutschland siegte gegen Argentinien im Achtelfinale der WM (*freu*). Über ne Schafwiese gings ab durch ehemaliges Moor und wir zelteten auf eine Insel, wo wir schonmal vor 2 Jahren gewesen waren. Gerd fing einen Hecht und Lars und Dietmar einen Barsch.

 

[Anm.: Dieser Bericht entstand am 9.7.2006 um 12.40 Uhr etwa 61 km von Göteborg entfernt, wo wir um 13.55 Uhr unsere Flieger bekommen sollten. STRESS !!!]

 

Samstag, 1.7.2006

Wir fuhren im Moor los, trugen um, aßen Eis und Muffins, tranken Kaffee und benutzten zivilisierte Toiletten. Von dem netten Schweden hinter der Theke erfuhren wir weitere Fußballergebnisse. Beim Einbooten machte sich Mitiam im Wasser etwas frisch für die darauffolgende Paddelstrecke. Nach nächstem Umtragen ladeten wir im miefigen Ekelswasser und paddelten zur Zwei-Tage-Insel II. Dort starben Marc, Gerd, Schütze und Lars nach Anbetung des Mutterschiffs zum ersten Mal aus.

 

[Anm.: Dieser Bericht entstand etwa 10 min und einige Nervenzusammenbrüche später als der Bericht des Vortags.]

 

(alle bisherigen Berichte geschrieben von Martina, Sabrina, Miriam und Verena)

 

Sonntag, 2.7.2006

Nachdem wir voll krass aufgewacht sind, verspürten wir leichten Hunger und aßen einen Laib Brot. Die Sonne checkte schon die Lage am Himmel, während Gerd in Marcs Zelt noch Brot backte. Nachdem er konkret den Ofen ausgemacht hatte, plante er für 3 Uhr ein krasses Speedbootrennen.

Die Checker vom Mustang 2 versenkten ihr Boot, der Airodynamik halber, im See. Als sie dieses krass geborgen hatten, checkte die Crew, bestehend aus Marc Uedelhofen, Mirco Schütze, Verena Heinen und Lukas Sommer (Podolski) ein. Die hinterhältige Zeckenbande, Gerd Waberzeck, Martina Altgen, Lars Bäthke und André Sommer checkte alle Tricks, verloren aber mit übelst krassem Abstand dieses konkrete Racing.

Da Zecken nun aber äußerst hinterlistige Tiere sind, brachten sie den wilden Mustang 2 in hardeste Schwankungen und versenkten ihn durch die Enterung der Oberzecke.

Nach dem spektugalen Rennen führte Big Jo voll konkret krasse Interviews mit da Crew. Anschließend vollzogen Marc und Mirco ihr tägliches, übelst hadest Laserschwerttraining, Episode 2. Es ging sehr blutig aus.

„Marc noch viel lernen müssen junger Padawan zu werden Yeti Ritter“.

Nachdem der Mond abcheckte, was die Sonne krasses macht, setzten wir unsere Ufo-Abwehr-Kappen auf (nun in jedem schwedischen Laden erhältlich) und schrieben konkrete Buchstabenaneinanderreihungen auf diesen Paper.

 

(Dieser Bericht wurde voll stylisch von Lars, Marc und Schütze gefickt eingeschädelt. Keine Macht den Drogen, nehmt Koffein :) )

 

Montag, 3.7.2006

Etwa fünf Minuten, nachdem ein Elchgeschrei die Luft erzittern ließ, hallte um 5.30 Uhr ein lautes „Aufstehen“ durch unser gemütliches, von Ameisen und Knotts befallenes Camp. Dieser Schrei gehörte Big Jo (besser bekannt als Josef !!!). Als wir uns alle müde aus dem Bett geschleppt hatten und alle Sachen im Boot verstaut hatten, waren es gerade sehr schön warme 7.10 Uhr. Schnell, um nicht von Knotts aufgefressen zu werden, paddelten wir los. Die Fahrt war anstrendeng, obwohl wir vorher einen ganzen Tag Pause gemacht hatten. Nach der ersten Stunde mussten wir umtragen. Zum Glück sind 450 m ja nicht so weit :-) !!! Wir paddelten weiter und machten um ca. 11.30 Uhr eine Pause. Da es sehr heiß war, sagten Gerd und Big Jo, dass es an einer anderen Stelle kühler sei. Dort angekommen legte sich direkt die Hälfte unserer klasse Truppe auf die Wiese. Die kleinen Sommer-Twins bewarfen sich mit Kocken, bis sie anfingen zu quietschen. Plötzlich schnappte sich Schütze einige Kocken und bewarf Sara, die sich dies aber nicht gefallen ließ und Marc bewarf. Um 12.45 Uhr ruderten (Anm.: Britta, das heißt paddeln ;-) ) wir wieder los, doch leider wieder in dieselbe Richtung zurück, aus der wir gekommen waren, da Josef und Gerd nicht wussten, wo der Weg weitergeht. Nach einiger Zeit sah Gerd ein paar Leute und fragte sie, wo es lang geht. So fuhren wir zum dritten Mal dieselbe Strecke und fanden schließlich doch den richtigen Weg. Später fuhren wir durch einen sehr seichten Kanal, in dem Gerd so ziemlich in der Mitte aufliegf. Therese versuchte dann auf allen Vieren durch einen sehr matschige Stelle zu waten, ging aber schnell unter. Sie schafften es dann doch noch hinaus. Als Gerd einige Zeit später wieder zu uns stieß, hatte er einen 50 cm kleinen Hecht unter dem Arm.

Wir kraxelten uns weiter bis zum Ende vor und erreichten schließlich einen sehr sauberen See mit langem Sandstrand. Als alle Sachen ausgeräumt und die Zelte aufgebaut waren, sprangen auch schon die ersten Wasserratten durch den See. Die großen Jungs fuhren zum Angeln hinaus, während andere noch am Essen waren.

 

(von Britta)

 

Dienstag, 4.7.2006

An einem mirakulösen Dienstagmorgen geschah es, dass wir, der Sonne entgegen blickend, unsere Antlitze aus dem Schlafgemach erhoben. Erhaben reckten wir unsere Astralkörper den blauen Weiten eines fabulösen schwedischen Gewässers entgegen. Nachdem wir nach Knigge diniert hatten, begaben wir uns dazu, unsere luxuriösen Kanus zu bestücken. Geschmeidig glitten die Kreuzer in die unendlichen Weiten schwedischer Gewässer. Unser Dominus (Big Jo) rauschte auf den See, durch das Fehlen nautischer Berechnungen des Zieles fehl. Nach eingehenden Studien des partikulären Kartenmaterials begaben wir uns auf Kurskorrektur. Nach einer bonfationösen Überfahrt des Rådasjön ging es daran, mit Seegras durchwachsenes Terrain zu durchqueren. Nachdem dies vollbracht war, erschienen wir in urbanem Areal. Just in diesem Moment ging es daran die Holzbearbeitungsfraktion dieser uns weit unterlegenen Zivilisation zu sichten. Nach einem ca. 2 km langen Forsch- und Fußmarsch erspähten wir das heimische Nahrungsmitteldepot dieser kleinen schwedischen Provinz Lesjöfors. Dort hießen uns hochtalentierte einheimische wilde Individuen auf unzivilisierten zweirädrigen Fortbewegungsmitteln willkommen. Nach dieser kuriosen Begegnung begaben wir uns in ein von Wilden bevölkertes Etablissement. Der farbige Garçon servierte uns die nationale Köstlichkeit namens Kebab-Pizza. Diese führten wir uns oral zu. Als wir uns wohlgesättigt auf die Suche nach einem Televisionsgerät, mit welchem wir beabsichtigten das Semifinale der Deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Italien zu sehen, begaben, trafen wir einen zivilisierten, uns durch seine deutsche Nationalität verbündeten. Auch dieser hatte sich schon verzweifelt, doch unglücklicherweise erfolglos auf die Suche begeben. Einen zweiten durch Nationalität verbundeten tangierte dies alles perifär. So blieb uns keine andere Möglichkeit, als unseren trostlosen Weg durch die Liquide Schwedens fortzuführen. Auf einer uns wohlbekannten, von Wasser umgebenen Erderhebung fanden wir schließlich doch noch ein wenig dänische Kultur. Diese Dänen waren so hoch zivilisiert, dass sie einen Radiowellenempfänger, welcher durch hochmoderne Elektronik Radiowellen hörbar macht, mit sich führten. Über diesen konnten wir letztendlich doch noch das Spiel akustisch wahrnehmen. Unglücklicherweise unterlag die deutsche Nationalmannschaft gegen die Elite des italienischen Fußballs. Der Tag endete mit disaströsem Vergießen der Tränenflüssigkeit einiger Mitbürger unserer hochzivilisierten Expeditionsmannschaft.

 

(Das Resumée der Tatsachen dieses horriblen Tages verfassten Dr.Dr.Med.Dent. Lars, Sohn des Dietmar, Prof.Dr. Marc, Sohn Freds des Großen und Dr.Prof. Graf Mirco, Sohn des Televisionstechnikers Werner.)

 

Mittwoch, 5.7.2006

Oh, welch ein Trauertag. Gestern Abend endete der Traum der Fußballweltmeisterschaft für 2006. Josef lief schon um 7.30 Uhr mit der Kamera umher und machte Aufnahmen der depressiven Gesichter. Die Mädels (Martina, Verena, Miriam, Sabrina) lagen noch in ihren Zelten (damit wir die verweinten Gesichter nicht sehen sollten) und die Jungs Marc und Mirco waren doppelt verzweifelt. Denn, wie konnte so etwas nur geschehen, sie waren tatsächlich eine Stunde zu früh aufgestanden. Naja, vielleicht sollten wir ihnen die Uhrzeit nochmals in Ruhe erklären.

Bei Familie Sommer kam es am frühen Morgen zu disziplinierten Erziehungsmaßnahmen. Lukas, der auf wiederholtes Rufen nicht aufstehen wollte, wurde von seiner Mutter kurzerhand hochgehoben und mit den Füßen in den See getunkt. Hier war konsequentes Handeln angesagt.

Nachdem alle gestärkt durchs Frühstück (bei Gerd und Therese gibt's jeden Morgen ½ Knolle Knoblauch mit Käse, Banane und wenig Brot) waren, alle Sachen in den Booten verstaut waren, gings wieder ans Paddeln.

Nach ca. 30 Minuten gabs eine kurze Umtragestelle, die mit Eifer bewältigt wurde. Jetzt war (zum wiederholten Male) Ruhe angesagt. Wir fuhren durch ein großes Gebiet, in dem es sehr viele Kraniche gibt. Kraniche sind nur dann zu sehen, wenn kein unbekanntes Geräusch vorhanden ist. Die Truppe erwies sich auch als sehr ruhig, doch leider gab es nichts zu sehen.

Die Mittagspause machten wir am Lörsjön an einer kleinen Badestelle. Für 2 Stunden hatte sich jeder selbst zu beschäftigen. Josef erfrischte sich zunächst im Wasser (diesmal ohne Tarzanschrei) und machte mehrmals den Versuch sich zu entspannen. Doch das erwies sich als recht schwierig. Nachdem so lange Ruhe angesagt war, brauchten die Kinder, besonders die Jungs (Moritz, Lukas und Andre) erstmal Auslauf. Sie tollten eifrig im Wasser umher und dabei geschah es, dass Andre eine Sandale im See verlor. Sie blieb im Sand stecken und war nicht mehr zu finden. Franz-Josef versuchte es dann noch, indem er den See Stück für Stück mit seinen feinfühligen Füßen ablief. Er hatte alle Sensoren rausgefahren, doch auch das half nicht. Die Sandale blieb verloren. Gott sei Dank hat Andre noch ein paar andere Schuhe dabei.

Die Mädchen (Sara, Ellen) versuchten sich als Badenixen. Britta genoss die Ruhe in der Sonne und ihre Eltern freuten sich über eine Entspannung.

Und die jungen weiblichen Erwachsenen (Martina, Verena, Miriam, Sabrina) hielten eine Cappucino-Plausch. Was es da wohl zu erzählen gab ???

Gerd suchte auch Ruhe. Er rollte sich mit seiner Plane ein und genoss den Schatten. Das machten dann auch Lars und Mirco, wobei Dietmar auffiel, dass sie jetzt aussehen wie Folien-Kartoffeln. Naja, vielleicht doch nicht ganz so knackig. Wobei ich eher an „Würstchen im Schlafrock“ gedacht hatte.

Um 14 Uhr gings dann weiter über einen 1,2 km langen Umtrageweg. Josef machte die Strecke im Vorfeld etwas kürzer (500 m) (Taktik). Nach dieser kurzen Strecke gings auf dem Sundsjön weiter. Der See hatte sich innerhalb der letzten 2 Jahre geändert. Treibende Moorstücke sind, wie der Name schon sagt, ständig in Bewegung. Sie versperrten Gerd und Therese den Weg und dem Gefolge mit Claudia und Britta ebenso. Ein kurzer Sprung aus dem Kanu aufs Trampolin, das Kanu drüber gezogen und schon gings weiter. Nach der letzten Umtragestelle kamen wir gegen 17 Uhr an unserem Ziel V.Sundsjön in der Nähe einer kleinen Badestelle an. Zelte aufgebaut, Essen gekocht, gebadet, relaxt ....

Die jungen Erwachsenen, weiblich wie männlich, saßen in vergnügter Runde und spielten „31“. Ein Feuer konnte heute nicht angemacht werden, da es zu windig und auch viel zu trocken war.

Die Mädels und Jungs haben sich heute wie auch an den vorherigen Tagen als große Helfer beim Umtragen erwiesen. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön für die Unterstützung. Es bringt eine große Verbindung innerhalb der Gruppe.

Alles in allem war es mal wieder ein sehr schöner Tag, wobei ich bemerken würde, was denn schön heißt ! Jetzt bist du, Miriam, an der Reihe!

 

(von Therese)

 

Donnerstag, 6.7.2006

Da die meisten Ohren gestern leider verpasst hatten, dass die Abfahrt heute schon um 8 Uhr sein sollte, lagen sie um 7.50 Uhr noch in ihren von Knotts umzingelten Zelten. Jetzt mussten sich alle beeilen, damit die Abfahrt um 8.30 Uhr stattfinden konnte. Nachdem wir unsere 6,8 km gelaufen waren, setzten wir im Wasser ab. Als wir ein paar km später an einem kleinen Geschäft, in dem es auch Eis gab, anhielten, kauften sich viele ein Daim Eis.

Später, als dann alle ihr Eis verspeist hatten, machten wir noch 2 Stunden Pause. Wir paddelten ca. einen halben km bis wir unter einer tiefliegenden Brücke hindurchfuhren. Nach einer weiteren Brücke find Franz-Josef schon wieder einen Hecht. Danach dichtete Lars Sommers Fischelied um. Nach weiterem Paddeln mussten wir leiderweise unsere Canadier aus dem Wasser nehmen und nochmals 900 m umtragen. Da Gerd von der ersten Insel, die er sich angesehen hatte, mit hängenden Schultern zurück kam, fuhren wir weiter und fanden einen wunderschönen, von nur wenigen Knotts befallenen Schlafplatz. Dort konnten wir uns gemütlich einrichten. Am Abend schrieben Schütze, Lars und Marc noch ihren Hochdeutsch-perfekten Bericht von Dienstag.

 

(von Sara und Britta)

 

Freitag, 7.7.2006

Heute war die Abfahrt für 11 Uhr angegeben. Wir mussten nicht sehr weit fahren, bis wir in einen kleinen Kanal kamen, an dem nach kurzer Zeit eine Umtragestelle zu sehen war. Mit Stöcken konnten wir die ca. 10m überwinden. Nach einigen km Paddeln trafen wir an einer weiteren Umtragestelle an. Als wir an einem Geschäft vorbei kamen und uns schon darauf freuten, Süßigkeiten zu kaufen, mussten wir leider feststellen, dass der Laden zu hatte. Wir machten eine halbe Stunde Pause und gingen danach noch ungefähr 1,5 km, bis wir an einen ziemlich steilen Berg kamen. Oben wurde es dann aber gerader und alle freuten sich, dass wir den Kanal, durch den wir am Anfang gepaddelt sind, hinter uns gelassen hatten. An der naheliegenden Fischzucht find Franz-Josef einen weiteren Barsch. Die 1.Insel, die Gerd sich angesehen hatte, war von Bäumen so verwachsen, dass wir dort nicht zelten konnten. Darum fuhren wir zu der nächsten. Doch auf dieser stand ein Haus. So machten wir dort einfach eine Pause. Nach ca. einer halben Stunde fing es an zu donnern. Also mussten wir schnell von der Insel, bevor es bei uns anfing zu gewittern. Auf der anderen Seite des Sees fanden wir einen schönen Platz zum Zelten. Zum Glück hatte es doch kein Gewitter mehr gegeben.

 

(von Sara)

 

Lördag (Samstag), 8.7.2006

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, in einem fernen Land, hinter den sieben Bergen, dort lebten 21 Zwerge.

Früh am Morgen, frei von Kummer und Sorgen, stachen sie in See, bei starkem Gegenwind, oje oje oje.

Sie schafften die 5 km lange Strecke in einer Stund´, sie waren wohl sehr gesund.

Am Ende der Strecke gabs Rückenwind, sie fuhren nun sehr geschwind.

Am Lande angekommen, wollten wir dort zelten, doch was uns erwartete waren Welpen.

Sie waren so klein und süß, dass Schütze einen fahren ließ.

Alle sollten auspacken, doch mache gingen erstmal kacken.

Den Zwergen juckte es am Rumpf, doch manche erbauten erst ihr Zelt, fern ab vom tiefen Sumpf.

Die klügeren gingen erstmal Duschen und wuschen, wuschen, wuschen.

Nach der langen Duscherei, stürzten wir aufs Kanu, mit Geschrei.

Das schrubbten mit dem Spiritus, brachte unseren kleinen Leuten viel Verdruss.

Wir fuhren in die Stadt und aßen uns an Pizza satt.

Nachdem wir die Pizza gefuttert hatten, stürmten wir den ICA, wie eine wilde Horde Ratten.

Als nun jemand das Daim-Eis erspähte, aßen wir es, wobei keiner eins verschmähte.

Das viele Essen bekam Schütze nicht recht, ihm wurde es sehr schlecht.

Der Lars ihm auf den Bauche drückte, woraufhin der Schütze sich sehr schnell bückte.

Der Schütze war des Kotzens nah, doch seine Körperbeherrschung war wunderbar.

Nachdem im Campe angekommen, wurde ein Fußballspiel begonnen.

Das Fußballspiel ward von M und M gewonnen, wobei B und B waren sehr zerronnen.

 

(Wenn Marc, Schütze und Lars nicht bissen ins Gras, sie leben noch heute, und wittern fette Beute.)

 

Sonntag, 9.7.2006

Um sechs Uhr morgens begann der Tag und wir mussten ein letztes Mal unsere Zelte abbauen und uns von Knotts umschwirren lassen. Gegen 7.15 Uhr ging es los mit den WoMos in Richtung Göteborg. Wie schon in der Vorwochen fanden wir hierbei einige Wegstrecken so sehenswert, dass wir gleich dreimal daran vorbeifuhren. Aber wir hatten ja 2 Stunden Puffer eingeplant und genug Zeit – dachten wir jedenfalls. Die Zeit raste, die Kilometer leider nicht. Eine Stunde vor der letzten Eincheck-Möglichkeit offenbarte uns ein Autoschild, dass es bis Göteborg noch 71 km seien. +schock+

Hinzu kommt, dass Göteborg zwei Flughäfen hat und wir mangels klarer Beschilderung natürlich prompt zum falschen fuhren. Es wurde eng, verdammt eng. Mit einem Affenzahn rasten wir nun zum richtigen Flughafen, wo unsere Maschine noch stand und die Passagiere gerade erst einstiegen. Dies mobilisierte all unsere Kräfte und wir rannten was das Zeug hielt. Leider war das Flughafenpersonal weder in der Lage, irgendeine Auskunft zu erteilen, noch sich mit dem Flugzeug in Verbindung zu setzen. Gerd, Dietmar und Josef taten ihr bestes für uns – doch leider vergebens. Und so flog der Flieger ohne uns davon. So standen 11 ratlose Gesichter im Flughafen von Göteborg und wussten nicht, wie es nun weitergehen sollte. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns, die Gruppe zu spalten. Lars, Dietmar, Marc und Mirco buchten den Flieger für den nächsten Morgen, während die Mädels mit Gerd und Therese im WoMo den Heimweg antraten. Nach einem gemeinsamen Abschiedsessen bei Mäckes trennten sich dann unsere Wege.

[Anm.: An dieser Stelle munkelt man, die Jungs haben mit Josef eine lange Nacht in Göteborg verbracht und sitzen zur Zeit im Flieger gen Köln.]

Die Mädels vertrieben sich die Fahrtzeit bis zur ersten Fähre nach Dänemark mit lesen, rätseln und Kniffel spielen. Eigentlich dachten wir, an diesem Tag wäre genug schief gegangen. Jedoch änderten sich diese Gedanken schlagartig, als wir auf der Fähre im Aufzug standen und die Tür nicht mehr aufging. Sollte denn alles gegen uns sein ??? Glücklicherweise ging einige Schreckmomente später die Tür doch wieder auf und wir konnten auf das Parkdeck fliehen. Während sich unser Herzschlag langsam wieder normalisierte, ging Martina auf Treppensuche, da wir Gerd und Therese verloren und uns geschworen hatten, den Aufzug nie wieder zu betreten. Kaum hatte Martina sich zwei Meter weg bewegt, ertönte der Alarm eines nahestehenden 7,5-Tonners. [Anm. von Martina: „Ich habe nichts damit zu tun“]. Glücklicherweise hielt uns niemand für Autodiebe und wir konnten unversehrt das dänische Festland befahren. Die weitere Fahrt bis zur zweiten Fähre verlief reibungslos, so dass wir dort mit einem völlig überteuertem Brötchen und einem letzten Daim-Eis den Tag beenden konnten.

 

Montag, 10.7.2006

Gegen 0.30 Uhr betraten wir deutschen Boden – endlich. 9 Stunden später als vorgesehen, aber unverletzt und alle Körperteile beisammen waren wir froh, den chreckenssonntag hinter uns gelassen zu haben. Die Nacht verbrachten wir größtenteils schlafend. Am Morgen versorgte uns Therese mit frischen, knusprigen deutschen Brötchen sowie Wurst und Käse. Dadurch hatten wir endlich nochmal ein vernünftiges Frühstück, das wir sehr luxuriös gemeinsam am Tisch sitzend genießen konnten. Dann ging die Fahrt weiter quer durch Deutschland. Durch weitere Runden Kniffel und Berichteschreiben ging die Zeit erstaunlich schnell rum, und gegen 12 Uhr trafen wir bei Radio Schütze ein, wo gerade auch die Jungs vom Flughafen zurückgekehrt waren. Froh, endlich in der Heimat zu sein, machten sich alle schnell auf den Weg nach Hause, wo Familie, duschen und ein warmes Essen warteten.

 

 

Insider ... was uns unvergessen bleibt:

Big Jo

Andre wird Millionär

Ufo´s

Laserschwert

Schütze hat schon wieder einen fahren lassen

Geh in Wald spielen

Lass mal aussterben

Yoho

Dietmars T-Shirt kann ja nur ner Tonne passen

The-Ring-Kind

Fri-Fra-Froschi

Marc mag, dass Beule verbeulte Geschütze von von Schütze geschützten Schützen, welche Geschütze in Schützengraben schützen, ausbeult.

Marc (mag) mag

BI-BA-BAU

Gollum

Du Tscherwen

Blubb, di blubb

Pull

Britta schieb!

Bremsen

Paddel rein!

Koffeinschock

7-Mann-Saunazelt

Micky-Maus-Drogen

Party-Bunny-Bitch

Plantagenarbeiter

Lukas´ Ellbogen

 

 

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